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Staying at home – das war so nicht geplant

“Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, Pläne zu schmieden” (John Lennon)

Ja, also eigentlich hatten wir uns das schon etwas anders vorgestellt. So wie viele oder eigentlich jeder andere Einzelne auf diesem unserem blauen Planeten. Aber erstens kommt es anders, als man zweitens denkt. Oder so.

Wir hatten jedenfalls etwas andere Pläne für dieses Jahr, so ganz stand ‘Zu Hause bleiben’ nicht auf unserem Zettel. Wir hatten uns nach unserer ersten größen Tour über den Jahreswechsel noch ein Wochenende in Esk im Februar gegönnt. Für März war ein laaanges Wochenende (6 Tage) nach Gulgong / NSW geplant. Daraus wurde dann schon nichts mehr, weil eine Woche vor Abfahrt in Australien das ‘do not travel’ ausgesprochen wurde, die ersten Maßnahmen der Regierung, der Ausbreitung des Covid-19 Virus Einhalt zu gebieten. Bedeutet für uns: Stornierung des Trips. Sicherheit geht vor, kein Thema. Und der Campingplatz, auf dem wir unseren Aufenthalt gebucht hatten, freut sich sicherlich, wenn wir dann kommen, sobald (hoffentlich BALD) das Herumreisen im Lande wieder erlaubt ist. DAS sind allerdings wirklich ‘Erste-Welt-Probleme’, es gibt wirklich für viele Menschen viel schlimmere Einschränkungen. Da wir, jeder von Euch, der hier liest, das alles selbst mitbekommt, erspare ich mir Einzelheiten.

Nun gut, dann bleiben wir also eben zu Hause. Ist ja nun nicht so, daß wir dort von Langeweile aufgefressen werden würden. Es gibt da so eine Liste, die man in solchen Fällen abarbeiten kann 🙂

Da war zum Beispiel der Plan, doch endlich mal die Fahrräder wieder zu aktivieren. In den heissen Sommermonaten ist das nicht so unsere Lieblingsbeschäftigung. Aber nun ist ja Herbst, da geht das dann schon. Simon hat sich also die Fahrräder vorgenommen, geputzt, geölt, aufgepumpt, Gänge kontrolliert und eingestellt … und dann gings auf zu einer wirklich kurzen Spritztour. Schauen, ob wir es noch können (oder vielmehr Simons Knie, das ja immer noch auf einen OP-Termin wartet, der sich aber vermutlich bereits mindestens ins nächste Jahr verschoben haben dürfte).

Ostern wollten wir eigentlich hoch in die Darling Downs zum campen. Auch nicht möglich. Was macht man mit soviel unvermuteter Freizeit? Man schnappt sich das nächste Projekt von der Liste …

Eine Gartenschaukel!

Das ist inzwischen unser … mein Lieblingsplatz für Frühstück, Päuschen vom Arbeiten, und natürlich auch für die gelegentlichen abendlichen Lagerfeuerchen.

Die Schaukel stand schon eeeewig auf der Liste. Ich habe nie irgendwas gefunden, was mir gefallen hätte – entweder waren die Schaukeln zu klein und flipsig (und entsprechend auch billig, aber genauso eben auch verarbeitet) oder sie gefielen mir, aber waren so astronomisch teuer, dass der Nutzen in keinem Verhältnis zum Preis gestanden hätte. Simon hatte wohl inzwischen Mitleid mit mir und kam in der Woche vor Ostern mit Material für die Schaukel nach Hause. Meine erste Reaktion war ‘DAS kann interessant werden!’, da wir die Details ja eigentlich noch nicht besprochen hatten. Es gab keine Zeichnung (auf meine Frage kam ein ‘hab ich alles im Kopf’ – dieselbe Antwort, die ich damals von ihm bekam, als er den Hühner’palast’ gebaut hat und trotz ‘ohne Zeichnung’ wirklich jeder Winkel und jede Schraube passte und saß. Find ich auch heute, 5 Jahre später, immer noch faszinierend.)

Aber wenn Frauen denken, Männer hören ihnen nicht zu … dann stimmt das eben nicht immer 😀

Ich hab mal ein Filmchen zusammen gebastelt, wie Simon die Schaukel am Ostersamstag innerhalb von ein paar Stunden gezaubert hat, während ich mich von Hals- und Kopfschmerzen auskurierte (nee, nicht Corona 😉 ). Es sind natürlich nur die Highlights, und ja, ein Teil ist ‘beschleunigt’, will Euch ja nicht zu viel von Eurer kostbaren Zeit rauben :-).

Und was macht Ihr so, um Euch die Zeit zu vertreiben?

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=l2NKYK2cfEA]

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